Soziale Einheitsfront (SEF)
Ökologische Partei (öp)
Unabhängige Wählerliste (UWL)
Deutsche Wirtschaftspartei (DW)
Christliche Volkspartei (CVP)
Rettung für Deutschland (RfD)

Die Parteien im Profil

In unseren Stadtrat wurden 6 Parteien gewählt und haben Fraktionen gebildet. Welcher gehörst Du an?

Christliche Volkspartei (CVP)

Die Christliche Volkspartei existiert seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurde als Sammlungspartei des so genannten christlich-bürgerlichen Lagers gegründet. Sie hat ein konservatives Programm. Dies spiegelt sich in einem traditionellen Familien- und Geschlechterbild ebenso wie in ihrer Wirtschaftsfreundlichkeit wider. Sie inszeniert sich gerne als Heimatpartei, die für die kleinen Menschen da ist. Kritiker werfen ihr ein veraltetes Bild der Gesellschaft und Vetternwirtschaft vor.

Soziale Einheitsfront (SEF)

Die SEF ist die traditionsreichste Partei Deutschlands. Sie blickt auf eine 150jährige Geschichte zurück. Obwohl sie ursprünglich für den Sozialismus kämpfte, hat sie sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu Demokratie und Marktwirtschaft bekannt. Ihre Politik fußt auf den Grundwerten Freiheit, Gleichheit und Solidarität. Kritiker behaupten, die SEF habe zu oft ihre Ideale verraten und es mangle ihr an Glaubwürdigkeit.

Ökologische Partei (ÖP)

Im Zuge der Friedens- und Umweltbewegung der 1970er und 1980er entstand die ÖP. Sie setzt sich für Umweltschutz ein und vertrat als erste die Abkehr von der Atomkraft. Obwohl die ÖP zu Beginn von wenigen ernst genommen wurde, ist sie fester Bestandteil der Parteienlandschaft. Kritiker werfen der ÖP vor, dass die Partei entgegen ihrer pazifistischen Grundhaltung Militäreinsätzen zugestimmt hat und dass die ÖP mittlerweile konservativer und bürgerlicher als die CVP sei.

Deutsche Wirtschaftspartei (DW)

Die Deutsche Wirtschaftspartei wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und war lange die einzige „kleine“ Partei und somit oft Zünglein an der Waage. Die Partei fühlt sich dem Liberalismus verpflichtet, dessen zentraler Begriff die Freiheit ist. Kritiker werfen der DW jedoch vor, dass für sie nicht die Freiheit des Menschen, sondern die Freiheit der Wirtschaft im Vordergrund stünde.

Unabhängige Wählerliste (UWL)

Die UWL entstand in den 1950er Jahren. Die UWL sieht sich nicht als Partei, sondern als Zusammenschluss unabhängiger Wählervereinigungen. Die UWL hat demzufolge auch keine ideologische Basis. Die Partei sieht sich als DIE Vertretung der Kommunen in der Politik. Kritiker werfen der UWL vor, sie sei vollkommen beliebig und nur eine Ansammlung enttäuschter CVPler.

Rettung für Deutschland (RfD)

Die RfD sieht sich als Rettung des vom Untergang bedrohten Deutschlands. Die Partei entstand im Zuge der so genannten Eurokrise und setzte sich für einen Austritt aus der europäischen Gemeinschaftswährung ein. Derzeit vertritt sie nationalistische und äußerst restriktive Positionen in der Zuwanderungspolitik und in der Geschlechter- und Gleichstellungspolitik. Kritiker werfen ihr vor, durch gezielte Stimmungsmache ständig das Bild des drohenden Untergangs Deutschlands zu zeichnen und ein Sammelbecken für Rechtsextreme, Verschwörungstheoretiker und Reichsbürger zu sein.

Dr. Tobias Hammerl für den Arbeitskreis Demokratie